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A R B E I T S T A G U N G

A.L.I. ASSOCIATION LACAMENNE INTERNATIONALE

Psychanalyse et travail social

L’amûr à Berlin

Journée de travail
DIMANCHE 29 AVRIL 2018, 10h –17h

Inscription obligatoire

Après trois années de séminaire itinérant dans le sud-est de la France « Nos métiers sont-ils pratiquables sans amour ? », nous vous proposons de nous retrouver pour une journée d’étude à Berlin avec nos confrères et amis allemands.
Cette journée prolongera nos travaux et permettra d’entendre comment de Molière à Goethe l’amour se décline dans chaque langue.

Interventions proposées :

Les trois professions impossibles chez Freud
C.-D. Rath

L’érotique dans la science
Katrin Becker

Les trois passions chez Lacan
Bernhard Schwaiger

Quelques mots sur l’amour de transfert dans l’action collective
Philippe Candiago

Le Banquet à trois… au moins…
Jean-Luc de Saint-Just

Le sabotage obsessionnel compulsif de l’amour
“Die zwanghafte Sabotage der Liebe”
Martine Gardeux

Participation à la journée 5 Euros, Brunch du midi non compris

Hardenbergstraße 9, 10623 BERLIN*

* Entre « Bahnhof Zoo » et « Hardenbergplatz »
Stations de métro : U2 Ernst Reuter Platz


 

 

Arbeitsgruppen und Seminare 2018

Seminar VIII von Jacques Lacan, Die Übertragung 1960-1961

„Sprechen über und mit Begriffen der Psychoanalyse". 

Eine Art, den Begriffen näher zu kommen: sie benutzen, sie sprechen, übersetzen und besprechen, notieren, an Bekanntes anlagern und befremden. Im Seminar VIII von Jacques Lacan geht es um die Übertragung. „Ausgangspunkt ist das Gastmahl von Platon, jener rätselhaften Zusammenkunft in der griechischen Antike, in der man speiste, debattierte und nach festgelegten Riten möglichst nicht zu viel trank, nach Lacans Ansicht, weil man noch einen Kater vom Vorabend hatte oder eben nicht, schwierig zu ermitteln, vor allem aber um sich in illustrer Runde zu vergnügen. Wie jeder weiß geht es hier um die Liebe, genauer, wie in der antiken griechischen Mythologie üblich um die Knabenliebe." (Klappentext der Übersetzung von Gondek). Wir werden auch bei Freud und anderswo nachlesen.

Einstieg ist jederzeit möglich. 

Kosten: für Mitglieder der Freud Lacan Gesellschaft  sowie der Psychoanalytischen Bibliothek, Berlin, frei. Oder „Freund der Bibliothek" werden (10,- € jeden Monat auf das Konto der Bibliothek überweisen) - als „Freund der Bibliothek" frei. Oder einen Seminar-Beitrag von 25,- € auf das Konto der Freud Lacan Gesellschaft  Berlin überweisen. 

Veranstalter: Freud-Lacan-Gesellschaft Berlin

Leitung: Karl-Josef Pazzini (pazzini@gmx.de), Georgette Schosseler-Prum (georgette.schosseler@gmail.com)

Anmeldung erforderlich!




›Ich sehe mich gezwungen‹
Zwang, Zwänge und die ›Not des Lebens‹

 
Ein öffentliches Seminar der Freud-Lacan-Gesellschaft Berlin
Leitung: Claus-Dieter Rath
 

Samstag, 21. April 2018 (17-19h) 
Gesprächsthema: "Unter Zwang aussagen"

"Unter Zwang aussagen" müssen wir in welchen Konstellationen? Und was unterscheidet sie? Verhör, Aussageerzwingung, Geständniszwang, Notruf, Appell an den hilfreichen Anderen, erheischte Liebesbekundung, Wut, Schimpfzwang, Mitteilungsdrang, Schwatzsucht, somatisch-psychische Triebabfuhr, das Drängen des Buchstabens im Unbewussten (l'instance de la lettre dans l'inconscient, Lacan), Verdrängung und Wiederholungszwang, Symptombildung, der ›Symbolisierungszwang‹ (Groddeck), die Ordnung des Diskurses, das Sexuelle als Übertretungsnotwendigkeit, ...
Um welche Not geht es jeweils? Und not-wendig um welchen Ausweg? Was gibt dabei den Ausschlag bzw. wer entscheidet? Gemäß welcher Ökonomie?

Sigmund Freud notiert während der Analyse des Rattenmanns eine Szene, die diesem berichtet worden war, an die er sich aber nicht erinnerte:

Als er noch sehr klein war [...] soll er etwas Arges angestellt haben, wofür ihn der Vater prügelte. Da sei der kleine Knirps in eine schreckliche Wut geraten und habe noch unter den Schlägen den Vater beschimpft. Da er aber noch keine Schimpfwörter kannte, habe er ihm alle Namen von Gegenständen gegeben, die ihm einfielen, und gesagt: du Lampe, du Handtuch, du Teller usw. Der Vater hielt erschüttert über diesen elementaren Ausbruch im Schlagen inne und äußerte: Der Kleine da wird entweder ein großer Mann oder ein großer Verbrecher![FN]

Er meint, der Eindruck dieser Szene sei sowohl für ihn wie für den Vater ein dauernd wirksamer gewesen. Der Vater habe ihn nie wieder geprügelt; er selbst leitet aber ein Stück seiner Charakterveränderung von dem Erlebnisse ab. Aus Angst vor der Größe seiner Wut sei er von da an feige geworden. Er hatte übrigens sein ganzes Leben über schreckliche Angst vor Schlägen und verkroch sich vor Entsetzen und Empörung, wenn eines seiner Geschwister geprügelt wurde.

[FN] Die Alternative war unvollständig. An den häufigsten Ausgang so vorzeitiger Leidenschaftlichkeit, an den in Neurose, hatte der Vater nicht gedacht.

Sigmund Freud (1909d): Bemerkungen über einen Fall von Zwangsneurose [Der »Rattenmann«]. GW 7, S. 379–463, hier S. 427.

Zur Lektüre empfohlen:
Weiterhin: Sigmund Freud: Originalnotizen zu einem Fall von Zwangsneurose. GW Nachtragsband, S 509-569 (Dt-frz Ausgabe mit Originalnamen: L’homme aux rats, journal d’une analyse 1974 Paris: PUF, Bibliothèque de psychanalyse).
Jacques Lacan (1975 [1957]): Das Drängen des Buchstabens im Unbewußten oder die Vernunft seit Freud (übers. N. Haas). Schriften II. Olten u. Freiburg i.Br. (Walter ), S. 15-60. Neue Übersetzung v. D. Gondek (2016): Schriften 1, Wien/Berlin (Turia+Kant), Bd. 1, S. 582-626. Französisches Original: L'instance de la lettre dans l'inconscient ou la raison depuis Freud. In: Ecrits, S. 493-528
Zu den Beziehungen zwischen Zwang, Raten/Erraten und Übertragung, besonders bezogen auf den "Rattenmann": Catherine Muller (2004): L’énigme, une passion freudienne. ›Le transfert doit être deviné‹. Ramonville Saint-Agne (Érès).
 

Eingeengt und bedrängt zu werden, in der Klemme zu stecken, ist nur eine von mehreren Wirkweisen des Zwangs, eine andere Dimension bilden Drang, Sucht, Obsession, eine weitere der Assoziationszwang und der Wiederholungszwang (Jacques Lacan klassifiziert die Wiederholung als einen der vier Grundbegriffe der Psychoanalyse). Herausragende Einrichtungen sind die Zwickmühlen des Zwangsneurotikers, die Zwangshandlungen und -rituale, Zwangsimpulse und Zwangsvorstellungen. Die ›Not des Lebens‹ (Ananke) umfasst bei Freud äußere und innere Arbeitsanforderungen an den psychischen Apparat. Zur Lebensnot tragen das Reale, der konstante Drang des Triebs, das ›Drängen des Buchstaben‹ ebenso bei wie das Joch der Zivilisation und der Aufwand, den Gesellschaften ihren einzelnen Mitgliedern zumuten, einschließlich sogenannter Sachzwänge.
"Während des individuellen Lebens findet eine beständige Umsetzung von äußerem Zwange in inneren Zwang statt," schreibt Sigmund Freud 1915 und wird dies im Lauf von zwei Jahrzehnten zu einer hochkomplexen Dialektik von Kulturforderungen, Idealen des Kollektivs und des Einzelnen, Glücksansprüchen und Zerstörungslust ausbauen.
Wenn im Bereich der Zivilisationstheorie ab den dreißiger Jahren Norbert Elias daran anknüpfte, bezog er sich jedoch hauptsächlich auf Verschärfungen und Lockerungen von Verhaltensvorschriften. Doch kennt die klinische Theorie der Psychoanalyse darüber hinaus Eigenarten der Zwänge, die nicht nur ›zwingend‹, auferlegte Pflicht oder Härte gegen sich selbst sind: an den Zwangsgedanken oder -ritualen untersucht sie logische Strukturen, die Symptomcharakter haben und der Angstabwehr dienen, und der Wiederholungszwang beschäftigt sie u.a. als eine Grundlage sowohl der negativen therapeutischen Reaktion wie der Sublimierungsarbeit.
›Ich sehe mich gezwungen‹ kann auch ein Moment der Wahrnehmung dieser Momente im Laufe einer psychoanalytischen Kur sein.
Stellen wir uns der schwierigen Vermittlung der klinischen Erfahrung mit den Herausforderungen des heutigen Kulturprozesses!
 

Weitere Seminartermine, jeweils Samstag 17-19h:

26. Mai
- Annette Runte: Zwischen höfischer Kultur und dynastischem  Zwang. Zur Frage der Geschlechterdifferenz in Norbert Elias' Zivilisationstheorie.
- Bernhard Schwaiger: "Feld-Arbeiten" – Zu Lacans und Bourdieus Champ-Begriff.

16. Juni (17-19h) u. Sonntag 17. Juni (11-14h):
Interventionen u.a. von
 - Karl-Josef Pazzini: Hass auf die Liebe: Befreite Sexualität, Befreiung von Schuld und Übertragung.
 - Claus-Dieter Rath: Der Wiederholungszwang in der Schicksalsneurose bei Helene Deutsch (1930)
- u.a.

---------- Juli u. August Sommerpause -----------------

Samstag 8. September (16-19h; frühere Anfangszeit!)
Interventionen von Françoise Samson und Jean-Guy Godin (Paris)
Sonntag 9. September 11-14h
13. Oktober
17. November
8. Dezember

 
Ort: Psychoanalytische Bibliothek Berlin
 
Hardenbergstr. 9, 10623 Berlin (Hinterhaus, Erdgeschoss). (www.psybi-berlin.de)
U2 Ernst-Reuter-Platz, S Savignyplatz, S, U2, U9 Zoologischer Garten
 
Teilnahmegebühren (neue Regelung): Wer nicht Mitglied der Freud-Lacan-Gesellschaft (FLG) ist, bezahlt 10€ pro Sitzung (Studenten u. Arbeitslose 5€).
 

Kontakt: Claus-Dieter Rath, Niebuhrstr. 77, 10629 Berlin, RathCD@aol.com

 


  

Séminaire livre I, Jacques Lacan. Les écrits techniques de Freud. (1953-1954).

Jeden letzten Freitag im Monat. Adresse : 14, rue d’Anvers  L-1130 Luxemburg

Le Séminaire, livre I Les écrits techniques de Freud : Texte établi par Jacques-Alain Miller

Le maître interrompt le silence par n'importe quoi, un sarcasme, un coup de pied. C'est ainsi que procède dans la recherche du sens un maître bouddhiste, selon la technique zen, car il appartient aux élèves eux-mêmes de chercher la réponse à leurs propres questions. Le maître n'enseigne pas ex cathedra une science toute faite, il apporte la réponse quand les élèves sont sur le point de la trouver. Cet enseignement est refus de tout système. Il découvre une pensée en mouvement - prête néanmoins au système, car elle présente nécessairement une face dogmatique. La pensée de Freud est la plus perpétuellement ouverte à la révision. C'est une erreur de la réduire à des mots usés. Chaque notion y possède sa vie propre. C'est ce qu'on appelle précisément la dialectique. (Ouverture du Séminaire)

 
Infos pratiques

Les rendez-vous sont prévus pour chaque dernier vendredi du mois. Les débats se font en luxembourgeois, en allemand et en français.

Dates pour l’année 2018: 26.01 / 23.02 / 30.03 / 27.04 / 25.05 / 29.06 / 27.7 /…/ 28.09 / 26.10 / 30.11 / 28.12 /

Adresse: 14, rue d’Anvers, (Place de Paris), L- 1130 Luxembourg

Renseignements et inscription: +352 621 24 35 47 / +49 (0)162 100 88 99

(Veranstalter: Freud-Lacan-Gesellschaft, Berlin)

 

  

_ L'étourdit _ Texte de Jacques Lacan, 1972. Lektüregruppe in französischer Sprache.

„Les-tours-dits de Lacan illustrent à l'envi la différance, le trait unaire (signifiant), l'objet du désir de l'analyste qui ne se situe pas dans les dits et entendus, ni dans le discours de l'analyse (qui tient analyste et analysant, plus qu'il n'est par eux produit), mais dans le dire de ce dernier, lorsque se tarissent les associations, lorsque, épuisée la signification (imaginaire), et asséché le sens ( symbolique), il bute sur le réel, sur l'ab-sens qui est coupure: sexe („il n'y a pas de rapport sexuel"), dans l'épiphanie du transfert et de son semblant." (Christian Fierens, „Le discours psychanalytique: Une deuxième lecture de L'étourdit")

Textgrundlage: Jacques Lacan (1972): „L'étourdit" in: „Autres écrits", Éditions du Seuil, Paris.

Beginn: Donnerstag, dem 12. Januar von 19:00 bis 21:00Uhr.

Monatlicher Turnus ( Termine im Kalender der Psychoanalytischen Bibliothek)
(www.psybi-berlin.de)

Anmeldung erforderlich!

Adresse: Psychoanalytische Bibliothek Berlin_ Ort für Forschung und Praxis nach Freud und Lacan. Hardenbergstr. 9 10623 Berlin.

Leitung: Georgette Schosseler-Prum (georgette.schosseler@gmail.com)

Kosten: für Mitglieder der FLG sowie der PsyBi frei. Oder „Freund der Bibliothek" werden (10,- € jeden Monat auf das Konto der Bibliothek überweisen) - als „Freund der Bibliothek" frei. Oder einen Seminar-Beitrag von 25,- € auf das Konto der FLG überweisen.

Veranstalter: Freud-Lacan-Gesellschaft Berlin

 


 

Arbeitsgruppe: Lacans Seminar

Initiatorinnen: Christiane Buhmann, Ilsabe Witte

Wir lesen von J.Lacan das Seminar 6: Das Begehren und seine Deutung.

Neue Teilnehmer sind willkommen.

Termine / Ort: Die Treffen finden etwa alle drei Wochen abwechselnd bei einzelnen Teilnehmern statt.

Kosten: frei für Mitglieder,  25.- €  für Nichtmitglieder / Veranstaltungsjahr

Kontakt: Christiane Buhmann, Tel. 030 2135263; Ilsabe Witte, Tel. 030 7849781

 


 

Seminar zum Objekt a

Leitung: Anne-Marie von Lieres

Freud blieb am „Fels der Kastration/ roc de la castration“ stehen. Lacan versuchte hier mit dem Objekt a, das er als seine eigene Erfindung betrachtete, weiterzukommen. Der Fels/ roc ist das a, behauptete er. Indem Lacan das Objekt a als Ursache und nicht als Ziel des Begehrens auffasste, änderte er die gewöhnliche Perspektive des Objekts in der psychoanalytischen Theorie. Laut Lacan hat das Subjekt keine Vorstellung von diesem Objekt a. Nur die Angst/ l’angoisse des Subjekts signalisiert dessen unbeschreibliche Anwesenheit. In Lacans Seminar X: L’angoisse (1962-63) wird das Objekt a in vier Stufen vorgestellt: als Brust, Kothäufchen, Blick und Stimme. Letztendlich bleibt es aber unvorstellbar. Das Objekt a hat gleichwohl Wirkungen/ effets auf das Reale des Subjekts und ist deswegen zentral in der psychoanalytischen Arbeit. 

Unsere Lektüregruppe wird sich mit verschiedenen Texten Lacans über das Objekt a auseinandersetzen, besonders mit Seminar X und Seminar XI sowie mit Texten von Autoren, die sich mit diesem Thema befasst haben. Die Gruppe wird in Deutsch und Französisch stattfinden.

Termine: jeweils am letzten Mittwoch des Monats um 19.30 (28. Februar, 28. März, 25. April, 30. Mai, 27. Juni 2018)
Ort: Psychoanalytische Bibliothek Berlin
Hardenbergstr. 9, 10623 Berlin (Hinterhaus, Erdgeschoss). (www.psybi-berlin.de)
U2 Ernst-Reuter-Platz, S Savignyplatz, S, U2, U9 Zoologischer Garten