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Arbeitsgruppen und Seminare 2020

Lust an der Grenze.
Phantastische Konstruktionen der Einmauerung und des Ausgeschlossenseins

Ein öffentliches Seminar der Freud-Lacan-Gesellschaft Berlin
Leitung: Claus-Dieter Rath
 
Liebe Teilnehmer und Interessenten,
die nächste Sitzung dieses Seminars findet am Samstag, 9. Januar 2021 nur via ZOOM statt.
Wer teilnehmen möchte, melde sich per E-Mail an (bei RathCD@aol.com). Sie erhalten wenige Tage vorher eine Einladung mit einem Teilnahmecode.
Die Veranstaltung beginnt 17.15h. Sie können sich aber schon ab 17.00h einklinken.

 

Samstag 9. Januar 2021 (17.15h – 19h):
Claus-Dieter Rath: Wissen vom Jenseits – Überzeugungen, »logische Verblendung (Urteilsschwäche)« und Supposé savoir

Dieses Mal bezieht sich das Seminarthema „Lust an der Grenze“ auf einige Dimensionen des Wissens, auf das Nichtwissenwollen und auf die schwer erträgliche Ungewissheit.
Wissen vom Jenseits. Das Jenseits, das wir hinter einer Grenze vermuten, kann etwas Bedrohliches oder Erlösendes sein. Diese Grenze kann aufgehoben werden oder erweist sich als unüberwindbar und unantastbar.
In seinen Hysterieanalysen spricht Freud im Hinblick auf das subjektive Phantasma von einer „Schranke, welche die Verdrängung aufgerichtet hat“:

„Die Unfähigkeit zur Erfüllung der realen Liebesforderung ist einer der wesentlichsten Charakterzüge der Neurose; die Kranken sind vom Gegensatze zwischen der Realität und der Phantasie beherrscht. Was sie in ihren Phantasien am intensivsten ersehnen, davor fliehen sie doch, wenn es ihnen in Wirklichkeit entgegentritt, und den Phantasien überlassen sie sich am liebsten, wo sie eine Realisierung nicht mehr zu befürchten brauchen.“1

Eine weitere, für die Psychoanalyse relevante Grenze verläuft zwischen der Realität und dem Realen, also zwischen dem sinnlich Wahrnehmbaren der Außenwelt und etwas, das Wirkungen zeitigt, sich aber der Wahrnehmung und der Darstellbarkeit entzieht. Freuds Feststellung: „Das Reale wird immer 'unerkennbar' bleiben“2 eröffnet für Lacan eine Theoretisierungsarbeit bezüglich des Realen.
Ein anderes Wissen und ein Wissen von Anderem kann man beim (von uns abgegrenzten) Mitmenschen (Nebenmenschen) vermuten; auch ein anders geartetes Wissen über sich selbst und über mich, meine Geheimnisse und das, was mir an mir selbst verschlossen bleibt.
Die nicht als eigene angenommenen Signifikanten werden in der Übertragung beim Anderen, der ein Wissender sein soll, angesiedelt/untergebracht. Dieser Andere kann eine Führergestalt sein, die Bescheid weiß, die weiß, was wir nicht wissen, die uns erlösen und heilen kann, weil sie uns besser kennt als wir selbst, weil sie weiß, was uns fehlt. Sie möge unser Begehren anerkennen.
Als Vertreter des wissenden Anderen, als sujet supposé savoir, kann auch der Psychoanalytiker fungieren. Ein antagonistischer Ansatzpunkt der psychoanalytischen Kur ist das Nichtwissenwollen vom eigenen Mangel, von der Gespaltenheit und der konstitutionellen Kastriertheit, aus denen wir ein Begehren entstehen lassen. Ein wichtiges Moment dabei ist, wie das Subjekt mit seinem »Wiss- oder Forschertrieb«3 bislang den Schwierigkeiten seiner kindlichen Sexualforschung begegnet ist (behindert durch mangelnde intellektuelle Mittel, unvollkommene eigene Sexualkonstitution und widersprüchliche Auskünfte).4 Freud legt höchsten Wert auf die Herausbildung von Urteils- und Kritikfähigkeit im Laufe einer Psychoanalyse.5
Die Idealisierung eines Sexualobjekts (als Wunschziel des Sexualtriebs) zeigt sich für Freud nicht nur als „Überschätzung“ der körperlichen Erscheinung, sondern auch als eine „logische Verblendung“ durch die „seelischen Leistungen“ der verehrten Person. Er nennt diese Verblendung eine „Urteilsschwäche“.6 Dieselbe „demütige Unterwerfung, Gefügigkeit, Kritiklosigkeit“ sieht Freud gegenüber dem Hypnotiseur am Werk. „Dieselbe Aufsaugung der eigenen Initiative; kein Zweifel, der Hypnotiseur ist an die Stelle des Ichideals getreten.“
Von da aus eröffnen sich politische Dimensionen des Wissens, denn die hypnotische Beziehung entspreche dem “Verhalten des Massenindividuums zum Führer“.7
Die paranoische Art der Abwehr gegen das eigene Begehren verkehrt den auf den anderen zielenden erotischen Triebwunsch in »Der andere verfolgt mich«. So lassen sich unter der Form der Anklage und Verdächtigung – bis hin zur Überzeugung, Objekt einer Verschwörung zu sein – die schönsten Fantasien darüber auskosten, was der andere (von) mir wolle. Und als Dreingabe noch, wie die ihm gebührende Bestrafung aussehen soll.
In der paranoischen Rede gilt nichts als zufällig. Sie behauptet, und ist sich darin ganz gewiss, sie wisse um ein geheimes Wissen, das sich hinter der manifesten Realität verbirgt.
Wie unterscheiden sich der paranoische Deutungswahn und die analytische Deutungsmethode, die ebenfalls vom Unscheinbarsten ausgeht? Was unterscheidet den Psychoanalytiker von einem autoritären Alles- oder Besserwisser?

Und zum Schluss die Frage: Wird COVID-19 uns lehren, mit der Ungewissheit umzugehen, mit dem Nicht-Wissen-Können der Repräsentanten des großen Anderen?

1 Freud: Bruchstück einer Hysterie-Analyse, GW 5, S. 273
2 Freud: Abriss der Psychoanalyse, GW 17, S. 127
3 Freud: Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie, GW 5, S. 95
4 Vgl. Freud: Eine Kindheitserinnerung des Leonardo da Vinci. GW 8, S. 144ff. u. 204f.
5 Freud: Über Psychoanalyse. Fünf Vorlesungen. GW 8, S. 25f. u. S. 58f.
6 Freud: Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie, GW 5, S. 49/50
7 Freud: Massenpsychologie und Ich-Analyse, GW 13, S. 126f.

 

Die Teilnehmer dieses Seminars erkunden die Funktion von Grenzziehungen und Grenzüberschreitungen, wie sie sich in der psychoanalytischen und politischen Erfahrung darstellen.
Dazu gehören folgende Fragen: Wenn heute allenthalben Grenz-Spektakel inszeniert werden, vermag die Psychoanalyse das darin wirkende Begehren und Aufbegehren zu erhellen und Zusammenhänge etwa mit Problematiken des Körper-Ichs und der Besetzung erogener Randzonen zu erkennen? Wie funktioniert psychisch das Abgrenzen, Ausgrenzen und Eingrenzen, Isolieren, Eindämmen in Neurose, Psychose, Perversion? Und wie das Umschlagen von Lust/Unlust und Schmerz? Von Bindung und Entbindung? Was bewirken die unterschiedlichen Formen der Verwerfung? Wie kann – "Lust an der Grenze" – plaisir die überbordende jouissance eindämmen?

Gelingt es uns, Beziehungen darzustellen zwischen der psychischen Organisation und
- dem propagandistischen Schreckensbild offener Grenzen, in deren Folge die einheimische Bevölkerung und ihre Kultur in einer Migrantenflut umkommen sollen,
- subjektiven und kollektiven Identifizierungszwängen, den Politiken der Andersartigkeit, dem Beschwören einer besonderen Gruppen-Identität und einer diffusen Sehnsucht nach Souveränität,
- Globalisierungsangst, Entgrenzungssehnsucht und die Wirksamkeit von Befreiungsversprechen, die zur Einschließung in Kommunikations- und Zeichensysteme verführen,
- der Faszination am Niederreißen von Grenzen oder (kalkulierten, provokativen, kopflosen) Grenzüberschreitungen,
- der Koexistenz von Gefühlsroheit und höchster Sensibilität im Narzissmus der kleinen Differenzen,
- der Aufhebung von Grenzkontrollen oder deren Wiedereinführung (auch bezüglich sprachlicher und sittlicher Korrektheit oder ästhetischer und ökologischer Richtwerte und Normen)?
Wie werden diese Prozesse in kollektiven und individuellen Mythen transportiert? Welche Rolle spielen dabei Sprache, Topologie (mit ihren Schranken und Knotungen) und Sexualität?
Studieren wir auch die Grenze als Verbindende, also den Grenzverkehr zwischen den "Reiche[n], Gebiete[n], Provinzen, in die wir den Seelenapparat der Person zerlegen" (Freud: Die Zerlegung der psychischen Persönlichkeit, GW XV, S. 79).

"Normalerweise ist uns nichts gesicherter als das Gefühl unseres Selbst, unseres eigenen Ichs. Dies Ich erscheint uns selbständig, einheitlich, gegen alles andere gut abgesetzt. Dass dieser Anschein ein Trug ist, dass das Ich sich vielmehr nach innen ohne scharfe Grenze in ein unbewusst seelisches Wesen fortsetzt, das wir als Es bezeichnen, dem es gleichsam als Fassade dient, das hat uns erst die psychoanalytische Forschung gelehrt, die uns noch viele Auskünfte über das Verhältnis des Ichs zum Es schuldet. [...]
Die Pathologie lehrt uns eine große Anzahl von Zuständen kennen, in denen die Abgrenzung des Ichs gegen die Außenwelt unsicher wird, oder die Grenzen wirklich unrichtig gezogen werden; Fälle, in denen uns Teile des eigenen Körpers, ja Stücke des eigenen Seelenlebens, Wahrnehmungen, Gedanken, Gefühle wie fremd und dem Ich nicht zugehörig erscheinen, andere, in denen man der Außenwelt zuschiebt, was offenbar im Ich entstanden ist und von ihm anerkannt werden sollte. Also ist auch das Ichgefühl Störungen unterworfen und die Ichgrenzen sind nicht beständig."
Freud (1929): Das Unbehagen in der Kultur, GW XIV, S. 423f.

 

Die weiteren Samstagstermine (immer 17-19h, alle via ZOOM, evtl. hybrid) sind voraussichtlich

13. Februar: Negationismus, Verwerfung und psychotische Negativität.
Beiträge von Peter Müller (Karlsruhe) u. Barbara Marte (Portici/Napoli)
6. März: Prokrastination. Die Deadline und das Dehnen der Grenze.
Beitrag von Susanne Hübner (Berlin)
17. April: Schmutzlust und sauberer Spaß

 

Ort: Psychoanalytische Bibliothek Berlin
 
Hardenbergstr. 9, 10623 Berlin (Hinterhaus, Erdgeschoss). (www.psybi-berlin.de)
U2 Ernst-Reuter-Platz, S Savignyplatz, S, U2, U9 Zoologischer Garten
 
Teilnahmegebühr: Wer nicht Mitglied der Freud-Lacan-Gesellschaft (FLG) ist, bezahlt 10€ pro Sitzung (Studenten u. Arbeitslose 5€).
Hier die Bankverbindung der FLG: 
IBAN: DE67 1004 0000 0572 7128 00
BIC: COBADEFFXX (Commerzbank Berlin).

Kontakt: Claus-Dieter Rath, Niebuhrstr. 77, 10629 Berlin, RathCD@aol.com

 


  

Psychoanalyse und Musik

Arbeitsgruppe der Freud-Lacan-Gesellschaft
 

Es gibt nur wenige Textstellen, an denen sich Freud auf Musik bezieht. Die Journalistin Caroline Fetscher hat ihn in ihrem im Tagesspiegel erschienen Artikel Die Musik der Sprache, 22.05.2016 wie folgt zitiert:

"Eine rationalistische oder vielleicht analytische Anlage sträubt sich in mir dagegen, dass ich ergriffen sein und dabei nicht wissen solle, warum ich es bin und was mich ergreift." Freud:1914GW s.172

Andere Autoren, wie Sebastian Leikert, haben darauf hingewiesen, dass die Musik in der psychoanalytischen Literatur eher selten behandelt wird. Die Arbeitsgruppe soll sich der Frage widmen, warum das so ist.

Was ist es, was den Zugang zur Musik erschwert? Ist es die mangelnde musikalische Vorkenntnis, die oft als Grund genannt wird? Ich denke, es gibt eher einen anderen Grund. Die beiden Grundelemente der Musik sind der Rhythmus und der Klang. Beide Elemente gehen zurück auf vorgeburtliche Sinneseindrücke. Der erste Rhythmus, den jeder Mensch hört, ist der Herzschlag der Mutter. Die ersten Klänge sind eine Mischung aus den inneren Geräuschen aus dem Körper der Mutter und Geräuschen aus der Umgebung. Während sich der Rhythmus (meist) in einer symbolischen Schreibweise darstellen lässt, ist dies beim Klang bedeutend schwieriger. Die gleichen Noten klingen nicht immer gleich, die Akkorde G und D können in einem Stück von John Lennon hunderte Male mit Freude gehört werden, während sie in einem anderen Popstück schon nach wenigen Malen hören zum Verdruss führen. Im Klang findet etwas statt, dass sich der Symbolisierung entzieht, das gar nicht symbolisierbar ist. Er gehört damit (auch) in die Sphäre des Realen. Doch auch im Rhythmus finden sich Spuren des Realen. Am deutlichsten zeigt sich das im Pausenzeichen, das dem Gedankenstrich gleicht. Das, was in der Pause passiert, das passiert woanders (wobei das Passieren dem Wortsinn nach ein Vorüberziehen lassen ist). Die Pause kann gezählt werden, muss aber nicht. Oder sie wird zum Thema der Musik selbst, wie in John Cages Stück Silence. Hier wird die Pause zum reinen Klang. Eine Annäherung an das Thema ist also notwendig auch eine Annäherung an eine Theorie des Realen, die möglicherweise neue und andere Aufschlüsse zulässt.

Wir werden zur Einführung den Text "Prägungen von Dauer" von Burnt Friedman lesen, erschienen in dem Sammelband Jaki Liebezeit, the Life, Theory and Practice of a Master Drummer, 2020, London. Der Text wird den Teilnehmern der Gruppe zur Verfügung gestellt.

 

Termine: Die Gruppe wird einmal im Monat tagen, jeweils Freitags um 19.00 Uhr.

Wer möchte kann sich auf zoom dazuschalten.

Ort: Architekturbüro Liebscher-Tauber und Tauber, Anklamer Straße 12 in 10115 Berlin

Um Voranmeldung wird gebeten.

Kontakt: Cornelius Tauber tauber-architekten@snafu.de

 

Literaturverzeichnis (die Liste wird nach Abstimmung in der Gruppe ergänzt)
Jaki Liebezeit, the Life, Theory and Practice of a Master Drummer, Ed. Jono Podmore, 2020, London
Von der Musik zur Sprache und wieder zurück, Jahrbuch für Psychoanalyse und Musik -Band1, Sebastian Leikert und Antje Niebuhr (Hg) 2017 und weitere Veröffentlichung der Publikationen der Deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse und Musik
Klang als Geschichtsmedium, Perspektiven für eine auditive Geschichtsschreibung, Bielefeld 2019, Anna Langenbruch (Hg.)
Dissonanzen. Musik in der verwalteten Welt, Theodor W. Adorno, Frankfurt 1956 und weitere Schriften 1000 Plateaus, Gilles Deleuze / Félix Guattari, Paris 1980 und weitere Schriften

 


 

Lacan, Seminar II (1954-1955):
Das Ich in der Theorie Freuds und in der Technik der Psychoanalyse
„Le moi dans la théorie de Freud et dans la technique de la psychanalyse“

Veranstalter: Freud-Lacan-Gesellschaft, Berlin

Leitung: Georgette Schosseler-Prum (georgette.schosseler@gmail.com)

Termine:
In der Regel wöchentlich montags von 18:00 bis 19:30Uhr (mit Anmeldung)
Erster Termin: 7. September 2020

Lektüregruppe in französischer und deutscher Sprache.
Textgrundlage ist das genannte Seminar II ( dtsch.u.frz.), sowie Texte von Sigmund Freud, auf die sich Lacan in diesem Seminar bezieht.
Zitat:
„Guten Tag, meine guten Freunde, so trifft man sich wieder.
Die Natur des Ich zu definieren, führt sehr weit. Nun gut, von diesem sehr weit werden wir ausgehen, um zum Zentrum zurückzukehren – was uns zum sehr weit zurückführen wird.“ ( Anfang des Sem. Lacan_II_ QUADRIGA S. 9)
„Bonjour, mes bons amis, alors on se retrouve.
Définir la nature du moi entrâine très loin. Eh bien, c’est de ce très loin que nous allons partir, pour revenir vers le centre – ce qui nous ramène au très loin.“ ( idem. Seuil p.11)
 
Unkostenbeitrag 
(FLG-Mittglieder und Studenten bezahlen keine Unkosten)
25,-€ überweisen auf das Konto der Freud-Lacan-Gesellschaft, Berlin.
Commerzbank, Berlin. IBAN: DE67100400000572712800 BIC: COBADEFFXXX
Vermerk: Lacan_Seminar_II_(September bis Dezember 2020)
Oder für eine Sitzung 5€ auf das Konto der Psychoanalytische Bibliothek Berlin. 
Berliner Volksbank. IBAN: DE52100900002326311009 BIC: DEVODEBB
Vermerk: Lacan_Seminar_II_2020

 


 

Atelier_Zeichnen Psychoanalytisch gerahmt.

Veranstalter: Freud-Lacan-Gesellschaft, Berlin
Leitung: Georgette Schosseler-Prum
Termine: Dienstags, zwischen 14:00 – 16:00 Uhr (mit Anmeldung)
Information sowie Anmeldung: georgette.schosseler@gmail.com
oder Tel: 0049 162 1008899

Die Zeichnung: ein potentiell kreativer Raum und die Psychoanalyse. Eine etwas andere Möglichkeit, über etwas zu sprechen, das drückt.
Alles zeichnen, was so einfällt oder anblickt. Als Beispiel die „écriture automatique“, das Automatische Schreiben, warum nicht automatisches Zeichnen, Kritzeln, Striche, Formen, Lücken. Psychoanalytisch wird das Sprechen, das von der Zeichnung ausgeht, so wie das Erzählen eines Traumes gehört. Ja, derjenige, der zeichnet, probiert zugleich auch zu deuten.
Die Zeichnung wird zur Ur-Sache des Sprechens erhoben. Vielleicht auch das nicht Gesprochene zur Ur-Sache des Zeichnens. „L’objet (…) élevé à la dignité de la Chose“ (Jacques Lacan, L’étique de la psychanalyse. Seuil, p.134)
Für Jugendliche und Erwachsene (auch Psychoanalytiker).

 


 

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