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Arbeitsgruppen und Seminare 2021

Lust an der Grenze.
Phantastische Konstruktionen der Einmauerung und des Ausgeschlossenseins

Ein öffentliches Seminar der Freud-Lacan-Gesellschaft Berlin
Leitung: Claus-Dieter Rath
 
Liebe Teilnehmer und Interessenten,
die nächste Sitzung dieses Seminars findet am Samstag, 19. Juni 2021 nur via ZOOM statt.
Wer teilnehmen möchte, melde sich per E-Mail an
(neue Adresse! Seminar-RathCD@t-online.de).
Sie erhalten wenige Tage vorher eine Einladung mit einem Teilnahmecode.
Die Veranstaltung beginnt 17.15h. Sie können sich aber schon ab 17.00h einklinken.

 

Samstag, 19. Juni 2021 (17.15h – 19h):
Britta Günther (Hamburg): Operationen am Auge. Vom Einbruch des Realen und der Arbeit an seinen Eingrenzungen.

Ein operativer Eingriff am Auge hat bei einem Analysanten von mir ein psychotisches Geschehen ausgelöst. Davon ausgehend möchte ich von der großen Angst sprechen, die mit diesem Geschehen verbunden war – und Elemente der Eingrenzung schildern. Dies sind wahnhafte Elemente, und auch solche, die zwanghaft anmuten. Es geht um ein Verschwinden des Auges (obwohl die OP weitgehend gelang), gleichzeitig um seine Übermacht und um die Versuche, es auf die eine oder andere Weise einzukreisen im Sprechen; es wieder zu haben.

Ich möchte einige Verknüpfungen vorstellen, solche die gelingen und andere, die misslingen, und zeigen, dass diese in einem engen Verhältnis zum Verlust des Körperbildes stehen. In besonderer Weise hilfreich fand ich für diese Überlegungen den letzten Abschnitt von Freuds Das Unbewusste, Lacans Überlegungen in Seminar IV zu den Permutationen, mit denen sich der kleine Hans einen größeren Bewegungsraum verschafft, sowie einen Abschnitt aus Lacans Ausarbeitungen zum Sinthom im gleichnamigen Seminar XXIII, zu dem Geneviève Morel in Der junge Mann ohne Ego eine Lektüre anbietet.

Literatur:
Sigmund Freud (1915), Die Agnoszierung des Unbewußten, in: Das Unbewußte, Abschnitt VII, Studienausgabe Band III, S. 155-162; (GW, Bd. 10, S. 300-309).
Jacques Lacan, Permutationen, in: Das Seminar, Buch IV, Die Objektbeziehung (1956-1957), aus dem Französischen von Hans-Dieter Gondek, Sitzung XIX, S. 375-394.
Jacques Lacan, Sitzung vom 11. Mai 1976, in: Seminar XXIII, Das Sinthom, private Übersetzung aus dem Französischen von Max Kleiner, S. 148-159.
Geneviève Morel (2008/2017), Der junge Mann ohne Ego, in: Das Gesetz der Mutter, aus dem Französischen von Anna-Lisa Dieter, Kapitel V (erster Teil), S. 143-164.

Die beiden Abschnitte aus den Lacan-Seminaren kann ich auf Anfrage (b.guent@gmx.net) gern als pdf zusenden, in Bezug auf Seminar XXIII handelt es sich dabei um die private Übersetzung durch Max Kleiner, die er dankenswerterweise zur Verfügung stellt. Das Seminar ist 2017 in der Übersetzung von Myriam Mitelman und Harold Dielmann bei Turia + Kant erschienen.

 

Die Teilnehmer dieses Seminars erkunden die Funktion von Grenzziehungen und Grenzüberschreitungen, wie sie sich in der psychoanalytischen und politischen Erfahrung darstellen.
Dazu gehören folgende Fragen: Wenn heute allenthalben Grenz-Spektakel inszeniert werden, vermag die Psychoanalyse das darin wirkende Begehren und Aufbegehren zu erhellen und Zusammenhänge etwa mit Problematiken des Körper-Ichs und der Besetzung erogener Randzonen zu erkennen? Wie funktioniert psychisch das Abgrenzen, Ausgrenzen und Eingrenzen, Isolieren, Eindämmen in Neurose, Psychose, Perversion? Und wie das Umschlagen von Lust/Unlust und Schmerz? Von Bindung und Entbindung? Was bewirken die unterschiedlichen Formen der Verwerfung? Wie kann – "Lust an der Grenze" – plaisir die überbordende jouissance eindämmen?

Gelingt es uns, Beziehungen darzustellen zwischen der psychischen Organisation und
- dem propagandistischen Schreckensbild offener Grenzen, in deren Folge die einheimische Bevölkerung und ihre Kultur in einer Migrantenflut umkommen sollen,
- subjektiven und kollektiven Identifizierungszwängen, den Politiken der Andersartigkeit, dem Beschwören einer besonderen Gruppen-Identität und einer diffusen Sehnsucht nach Souveränität,
- Globalisierungsangst, Entgrenzungssehnsucht und die Wirksamkeit von Befreiungsversprechen, die zur Einschließung in Kommunikations- und Zeichensysteme verführen,
- der Faszination am Niederreißen von Grenzen oder (kalkulierten, provokativen, kopflosen) Grenzüberschreitungen,
- der Koexistenz von Gefühlsroheit und höchster Sensibilität im Narzissmus der kleinen Differenzen,
- der Aufhebung von Grenzkontrollen oder deren Wiedereinführung (auch bezüglich sprachlicher und sittlicher Korrektheit oder ästhetischer und ökologischer Richtwerte und Normen)?
Wie werden diese Prozesse in kollektiven und individuellen Mythen transportiert? Welche Rolle spielen dabei Sprache, Topologie (mit ihren Schranken und Knotungen) und Sexualität?
Studieren wir auch die Grenze als Verbindende, also den Grenzverkehr zwischen den "Reiche[n], Gebiete[n], Provinzen, in die wir den Seelenapparat der Person zerlegen" (Freud: Die Zerlegung der psychischen Persönlichkeit, GW XV, S. 79).

"Normalerweise ist uns nichts gesicherter als das Gefühl unseres Selbst, unseres eigenen Ichs. Dies Ich erscheint uns selbständig, einheitlich, gegen alles andere gut abgesetzt. Dass dieser Anschein ein Trug ist, dass das Ich sich vielmehr nach innen ohne scharfe Grenze in ein unbewusst seelisches Wesen fortsetzt, das wir als Es bezeichnen, dem es gleichsam als Fassade dient, das hat uns erst die psychoanalytische Forschung gelehrt, die uns noch viele Auskünfte über das Verhältnis des Ichs zum Es schuldet. [...]
Die Pathologie lehrt uns eine große Anzahl von Zuständen kennen, in denen die Abgrenzung des Ichs gegen die Außenwelt unsicher wird, oder die Grenzen wirklich unrichtig gezogen werden; Fälle, in denen uns Teile des eigenen Körpers, ja Stücke des eigenen Seelenlebens, Wahrnehmungen, Gedanken, Gefühle wie fremd und dem Ich nicht zugehörig erscheinen, andere, in denen man der Außenwelt zuschiebt, was offenbar im Ich entstanden ist und von ihm anerkannt werden sollte. Also ist auch das Ichgefühl Störungen unterworfen und die Ichgrenzen sind nicht beständig."
Freud (1929): Das Unbehagen in der Kultur, GW XIV, S. 423f.

 

Die weiteren Samstagstermine (immer 17-19h, alle via ZOOM, evtl. hybrid) sind voraussichtlich

19. Juni: Operationen am Auge. Vom Einbruch des Realen und der Arbeit an seinen Eingrenzungen.
Beitrag von Britta Günther (Hamburg)

Ein operativer Eingriff am Auge hat bei einem Analysanten von mir ein psychotisches Geschehen ausgelöst. Davon ausgehend möchte ich von der großen Angst sprechen, die mit diesem Geschehen verbunden war – und Elemente der Eingrenzung schildern. Dies sind wahnhafte Elemente, und auch solche, die zwanghaft anmuten. Es geht um ein Verschwinden des Auges (obwohl die OP weitgehend gelang), gleichzeitig um seine Übermacht und um die Versuche, es auf die eine oder andere Weise einzukreisen im Sprechen; es wieder zu haben.
Ich möchte einige Verknüpfungen vorstellen, solche die gelingen und andere, die misslingen, und zeigen, dass diese in einem engen Verhältnis zum Verlust des Körperbildes stehen. In besonderer Weise hilfreich fand ich für diese Überlegungen den letzten Abschnitt von Freuds Das Unbewusste, Lacans Überlegungen in Seminar IV zu den Permutationen, mit denen sich der kleine Hans einen größeren Bewegungsraum verschafft, sowie einen Abschnitt aus Lacans Ausarbeitungen zum Sinthom im gleichnamigen Seminar XXIII, zu dem Geneviève Morel in Der junge Mann ohne Ego eine Lektüre anbietet.

Literatur:
Sigmund Freud (1915), Die Agnoszierung des Unbewußten, in: Das Unbewußte, Abschnitt VII, Studienausgabe Band III, S. 155-162; (GW, Bd. 10, S. 300-309).
Jacques Lacan, Permutationen, in: Das Seminar, Buch IV, Die Objektbeziehung (1956-1957), aus dem Französischen von Hans-Dieter Gondek, Sitzung XIX, S. 375-394.
Jacques Lacan, Sitzung vom 11. Mai 1976, in: Seminar XXIII, Das Sinthom, private Übersetzung aus dem Französischen von Max Kleiner, S. 148-159.
Geneviève Morel (2008/2017), Der junge Mann ohne Ego, in: Das Gesetz der Mutter, aus dem Französischen von Anna-Lisa Dieter, Kapitel V (erster Teil), S. 143-164.

Die beiden Abschnitte aus den Lacan-Seminaren kann ich auf Anfrage (b.guent@gmx.net) gern als pdf zusenden, in Bezug auf Seminar XXIII handelt es sich dabei um die private Übersetzung durch Max Kleiner, die er dankenswerterweise zur Verfügung stellt. Das Seminar ist 2017 in der Übersetzung von Myriam Mitelman und Harold Dielmann bei Turia + Kant erschienen.

---- Juli und August Sommerpause ----

4. September: Verleugnete Spuren – Spuren der Verleugnung.

„… Verleugnung s’apparente au démenti“(1)
Beitrag von Heiko Mussehl (Berlin)
Ausgehend von einer Bemerkung Adornos, die Machtergreifung des Nationalsozialismus hätte sich bereits in einer Negation in einer umgangssprachlichen Redeweise (»Kommt überhaupt gar nicht in Frage«(2)) angedeutet, und von dem doppelten Dementi, mit dem der Attentäter vom Jom Kippur 2019 in Halle sein Zerstörungswerk einleitete, soll die Frage entwickelt werden, inwiefern die Verleugnung eine unheimliche Verbindung mit dem Negierten oder gar eine fortgeschriebene Spur der Zerstörung (der Subjektivität im Nationalsozialismus) einschließt. Auch im Anschluss an die Fragen, die Peter Müller in seinem Vortrag vom 13. Februar(3) entwickelt hat, kann noch einmal in dem einen oder anderen Lapsus des Zwangsneurotikers geschaut werden, ob da nicht ein Dementi der unbewusste Einsatz ist.
Literatur:
(1) Jacques Lacan, 1975, Yale University, entretien avec des étudiantes
(2) Theodor W. Adorno, Minima Moralia, Berlin, Ffm, 1951, S. 199
(3) Peter Müller, Negativismus, Verneinung, Verwerfung, Manuskript zum Vortrag vom 13. Februar 2021 im Seminar von Claus-Dieter Rath

2. Oktober: innen/außen – Grenzverläufe in der psychischen Topologie bei Freud und bei Lacan

Beiträge von Georgette Schosseler-Prum u. Claus-D. Rath (Berlin)
Literatur:
Sigmund Freud (1923b): Das Ich und das Es (bes. Kap. 2). GW 13, S. 237-289; StA 3, S. 282-325.
Sigmund Freud (1930a [1929]): Das Unbehagen in der Kultur (bes. Kap. 1). GW 14, S. 419-506; StA 9, S. 197-270.
Sigmund Freud (1932): 31. Vorlesung: Die Zerlegung der psychischen Persönlichkeit. GW 15, S. 62-85, StA 1, S. 496-516
Jacques Lacan: Lituraterre. In: Seminaire XVIII «D’un discours qui ne serait pas du semblant», Kap. VII (12 Mai 1971). Vgl. a. Autres Écrits, bes. S. 14 

6. November: ………………..

3.-5. Dezember: Kongress der Freud-Lacan-Gesellschaft (auch via Zoom)

 

Ort: Psychoanalytische Bibliothek Berlin
 
Hardenbergstr. 9, 10623 Berlin (Hinterhaus, Erdgeschoss). (www.psybi-berlin.de)
U2 Ernst-Reuter-Platz, S Savignyplatz, S, U2, U9 Zoologischer Garten
 
Teilnahmegebühr: Wer nicht Mitglied der Freud-Lacan-Gesellschaft (FLG) ist, bezahlt 10€ pro Sitzung (Studenten u. Arbeitslose 5€).
Hier die Bankverbindung der FLG: 
IBAN: DE67 1004 0000 0572 7128 00
BIC: COBADEFFXX (Commerzbank Berlin).

Kontakt: Claus-Dieter Rath, Niebuhrstr. 77, 10629 Berlin, neue mail-Adresse: Seminar-RathCD@t-online.de

 


  

Psychoanalyse und Musik

Arbeitsgruppe der Freud-Lacan-Gesellschaft
 

Es gibt nur wenige Textstellen, an denen sich Freud auf Musik bezieht. Die Journalistin Caroline Fetscher hat ihn in ihrem im Tagesspiegel erschienen Artikel Die Musik der Sprache, 22.05.2016 wie folgt zitiert:

"Eine rationalistische oder vielleicht analytische Anlage sträubt sich in mir dagegen, dass ich ergriffen sein und dabei nicht wissen solle, warum ich es bin und was mich ergreift." Freud:1914GW s.172

Andere Autoren, wie Sebastian Leikert, haben darauf hingewiesen, dass die Musik in der psychoanalytischen Literatur eher selten behandelt wird. Die Arbeitsgruppe soll sich der Frage widmen, warum das so ist.

Was ist es, was den Zugang zur Musik erschwert? Ist es die mangelnde musikalische Vorkenntnis, die oft als Grund genannt wird? Ich denke, es gibt eher einen anderen Grund. Die beiden Grundelemente der Musik sind der Rhythmus und der Klang. Beide Elemente gehen zurück auf vorgeburtliche Sinneseindrücke. Der erste Rhythmus, den jeder Mensch hört, ist der Herzschlag der Mutter. Die ersten Klänge sind eine Mischung aus den inneren Geräuschen aus dem Körper der Mutter und Geräuschen aus der Umgebung. Während sich der Rhythmus (meist) in einer symbolischen Schreibweise darstellen lässt, ist dies beim Klang bedeutend schwieriger. Die gleichen Noten klingen nicht immer gleich, die Akkorde G und D können in einem Stück von John Lennon hunderte Male mit Freude gehört werden, während sie in einem anderen Popstück schon nach wenigen Malen hören zum Verdruss führen. Im Klang findet etwas statt, dass sich der Symbolisierung entzieht, das gar nicht symbolisierbar ist. Er gehört damit (auch) in die Sphäre des Realen. Doch auch im Rhythmus finden sich Spuren des Realen. Am deutlichsten zeigt sich das im Pausenzeichen, das dem Gedankenstrich gleicht. Das, was in der Pause passiert, das passiert woanders (wobei das Passieren dem Wortsinn nach ein Vorüberziehen lassen ist). Die Pause kann gezählt werden, muss aber nicht. Oder sie wird zum Thema der Musik selbst, wie in John Cages Stück Silence. Hier wird die Pause zum reinen Klang. Eine Annäherung an das Thema ist also notwendig auch eine Annäherung an eine Theorie des Realen, die möglicherweise neue und andere Aufschlüsse zulässt.

Wir werden zur Einführung den Text "Prägungen von Dauer" von Burnt Friedman lesen, erschienen in dem Sammelband Jaki Liebezeit, the Life, Theory and Practice of a Master Drummer, 2020, London. Der Text wird den Teilnehmern der Gruppe zur Verfügung gestellt.

 

Termine: Die Gruppe wird einmal im Monat tagen, jeweils Freitags um 19.00 Uhr.

Wer möchte kann sich auf zoom dazuschalten.

Ort: Architekturbüro Liebscher-Tauber und Tauber, Anklamer Straße 12 in 10115 Berlin

Um Voranmeldung wird gebeten.

Kontakt: Cornelius Tauber tauber-architekten@snafu.de

 

Literaturverzeichnis (die Liste wird nach Abstimmung in der Gruppe ergänzt)
Jaki Liebezeit, the Life, Theory and Practice of a Master Drummer, Ed. Jono Podmore, 2020, London
Von der Musik zur Sprache und wieder zurück, Jahrbuch für Psychoanalyse und Musik -Band1, Sebastian Leikert und Antje Niebuhr (Hg) 2017 und weitere Veröffentlichung der Publikationen der Deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse und Musik
Klang als Geschichtsmedium, Perspektiven für eine auditive Geschichtsschreibung, Bielefeld 2019, Anna Langenbruch (Hg.)
Dissonanzen. Musik in der verwalteten Welt, Theodor W. Adorno, Frankfurt 1956 und weitere Schriften 1000 Plateaus, Gilles Deleuze / Félix Guattari, Paris 1980 und weitere Schriften

 


 

Lacan, Seminar II (1954-1955):
Das Ich in der Theorie Freuds und in der Technik der Psychoanalyse
„Le moi dans la théorie de Freud et dans la technique de la psychanalyse“

Veranstalter: Freud-Lacan-Gesellschaft, Berlin

Leitung: Georgette Schosseler-Prum (georgette.schosseler@gmail.com)

Termine:
In der Regel wöchentlich montags von 18:00 bis 19:30Uhr (mit Anmeldung)
Erster Termin: 7. September 2020

Lektüregruppe in französischer und deutscher Sprache.
Textgrundlage ist das genannte Seminar II ( dtsch.u.frz.), sowie Texte von Sigmund Freud, auf die sich Lacan in diesem Seminar bezieht.
Zitat:
„Guten Tag, meine guten Freunde, so trifft man sich wieder.
Die Natur des Ich zu definieren, führt sehr weit. Nun gut, von diesem sehr weit werden wir ausgehen, um zum Zentrum zurückzukehren – was uns zum sehr weit zurückführen wird.“ ( Anfang des Sem. Lacan_II_ QUADRIGA S. 9)
„Bonjour, mes bons amis, alors on se retrouve.
Définir la nature du moi entrâine très loin. Eh bien, c’est de ce très loin que nous allons partir, pour revenir vers le centre – ce qui nous ramène au très loin.“ ( idem. Seuil p.11)
 
Unkostenbeitrag 
(FLG-Mittglieder und Studenten bezahlen keine Unkosten)
25,-€ überweisen auf das Konto der Freud-Lacan-Gesellschaft, Berlin.
Commerzbank, Berlin. IBAN: DE67100400000572712800 BIC: COBADEFFXXX
Vermerk: Lacan_Seminar_II_(September bis Dezember 2020)
Oder für eine Sitzung 5€ auf das Konto der Psychoanalytische Bibliothek Berlin. 
Berliner Volksbank. IBAN: DE52100900002326311009 BIC: DEVODEBB
Vermerk: Lacan_Seminar_II_2020

 


 

Atelier_Zeichnen Psychoanalytisch gerahmt.

Veranstalter: Freud-Lacan-Gesellschaft, Berlin
Leitung: Georgette Schosseler-Prum
Termine: Dienstags, zwischen 14:00 – 16:00 Uhr (mit Anmeldung)
Information sowie Anmeldung: georgette.schosseler@gmail.com
oder Tel: 0049 162 1008899

Die Zeichnung: ein potentiell kreativer Raum und die Psychoanalyse. Eine etwas andere Möglichkeit, über etwas zu sprechen, das drückt.
Alles zeichnen, was so einfällt oder anblickt. Als Beispiel die „écriture automatique“, das Automatische Schreiben, warum nicht automatisches Zeichnen, Kritzeln, Striche, Formen, Lücken. Psychoanalytisch wird das Sprechen, das von der Zeichnung ausgeht, so wie das Erzählen eines Traumes gehört. Ja, derjenige, der zeichnet, probiert zugleich auch zu deuten.
Die Zeichnung wird zur Ur-Sache des Sprechens erhoben. Vielleicht auch das nicht Gesprochene zur Ur-Sache des Zeichnens. „L’objet (…) élevé à la dignité de la Chose“ (Jacques Lacan, L’étique de la psychanalyse. Seuil, p.134)
Für Jugendliche und Erwachsene (auch Psychoanalytiker).

 


 

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