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"Wir nehmen an, daß die Triebe des Menschen nur von zweierlei Art sind, entweder solche, die erhalten und vereinigen wollen - wir heißen sie erotische, ganz im Sinne des Eros im Symposion Platos, oder sexuelle mit bewußter Überdehnung des populären Begriffs von Sexualität -, und andere, die zerstören und töten wollen; wir fassen diese als Aggressionstrieb und Destruktionstrieb zusammen."
(Sigmund Freud: "Warum Krieg?", 1932)


Ein Kongreß der Freud-Lacan-Gesellschaft -Psychoanalytische Assoziation Berlin (FLG)


Termin: 7.-9. Dezember 2001
Ort: Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin

Teilnehmerbeitrag   Anmeldung


Programm

Freitag, 7. Dezember, 20h:


Einleitung
Claus-Dieter Rath


Eröffnungsvortrag

Gerard Pommier
Ist die Sexualität ein Sicherheitsventil des Todestriebs?
(französisch mit deutscher Übersetzung)

Anschließend kleiner Empfang



Samstag, 8. Dezember, 9.30h - 13.00h


Jutta Prasse
Das Kino der Zerstoerungslust

Nanette Wincenty
Faszination gewalttätiger Videospiele

Erik Thomann
Das Zerstörungswerk

Mittagspause

14.30h - 17.30h

Bernhard Schwaiger
Gibt es eine Klinik des "Üblen Subjekts"?

Claus-Dieter Rath
Störung und Zerstörung

Helena Douka von Bormann
Keine Schmerzenslust?


20 Uhr Buffett (Ort wird noch bekannt gegeben)



Sonntag, 9. Dezember, 9.30h - 15.00h:


Heiko Mussehl
Neuordnung und Phallisierung bei Franz Fühmann und Kathy Reichs

Dietrich Pilz
Schlachtefest. On tue le cochon - Ein Kind wird geschlagen

Christiane Buhmann
Sadismus und Masochismus in Eltern-Kind-Beziehungen

Ilsabe Witte
Die Angst der Väter

Robin Cackett
Sissi pappt an mir wie Griesbrei:
Anmerkungen zur Zerstörung der heilen Welt


Eine Vorbereitungstagung für diesen Kongreß findet am Samstag, 15. und Sonntag, 16. September 2001 in Berlin-Schöneberg statt (Café Treff, Barbarossastr. 65, 10781 Berlin):
Samstag, 15. September (11 – 16h):
Gespräch mit Experten der Arbeit mit Gewalttätigen
Sonntag, 16. September (11 – 14h):
Erörterungen zum Thema "Zerstörungslust".
Zur vorbereitenden Lektüre empfohlen:
Sigmund Freud: »Das Unbehagen in der Kultur«, Kap. VII und VIII. (1930)