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2009


Bernhard Schwaiger

Das Begehren des Gesetzes.
Zur Psychoanalyse jugendlicher Straftäter

Vortrag mit anschließender Diskussion

Ort: Buchhandlung FUNDUS,Knesebeckstr. 20 / Berlin-Charlottenburg

Am Freitag, den 9.10.2009, 20.15 Uhr


Muriel Drazien

„Der ‚Dreifuß’ (le tripode) und die Theorie des Endes der Analyse bei Jacques Lacan“

Vortrag mit anschließender Diskussion

Ort: im Maison de France (Kurfürstendamm / Ecke Uhlandstraße)

Am Sonntag, den 26.4.2009, 11.00 Uhr


 

2007


Achim Perner (Psychoanalytiker, Berlin)

Motiv und Motivierung:
Psychoanalytische Gedanken zu den beschriebenen Fotografien von François-Marie Banier


Ort: Villa Oppenheim. Galerie für Gegenwartskunst. Schlossstraße 55, Berlin-Charlottenburg

Dienstag, 20.11.2007 um 19.00 Uhr


Catherine Muller (Psychoanalytikerin, Paris)

Das Rätsel, eine Leidenschaft Freuds:
"Die Übertragung [...] muss man fast selbständig erraten."


Ort: Maison de France,Kurfürstendamm / Ecke Uhland
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 5 Euro, Mitglieder frei

Sonntag, 11.11.2007 um 11.00 Uhr


Françoise Samson (Psychoanalytikerin, Paris)

"Ende der Analyse"?


Ort: Maison de France,Kurfürstendamm / Ecke Uhland
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 5, Mitglieder frei

Sonntag, 13.5.2007 um 15.00 Uhr


 

2004


Buchvorstellung

Der Psychoanalytiker bei der Arbeit

Jean-Marie Jadin (Psychoanalytiker, Mulhouse/Elsass)
Vorstellung des Buches: Côté divan, côté fauteuil. Le psychanalyste à l'oeuvre (Paris: Albin Michel, 2003).

Gesprächsleitung: Claus-Dieter Rath
Veranstaltungsort: Buchhandlung Fundus, Knesebeckstr. 20, Berlin-Charlottenburg

7.5.2004, 20.00 Uhr


 

2002|2003


Psychoanalytische Lektüren VI

Die Reihe Psychoanalytische Lektüren im Literaturhaus Berlin wird fortgesetzt, diesmal mit drei Vorträgen zu dem amerikanisch-britischen Erzähler und Romancier Henry James (1843-1916).

Veranstaltungsort: Literaturhaus, Fasanenstr. 27, 10719 Berlin
Eintritt: 5 €, ermäßigt 3 €


13.11.2002, 20.00 Uhr

Jutta Prasse

Über The Beast in the Jungle (dt. Das Raubtier im Dschungel)
Das Begehren und seine Schicksale

 


11.12.02, 20.00 Uhr

Bernhard Schwaiger

Über The Turn of the Screw (dt. Die Drehung der Schraube)
Die Erzählung und die Oper von B. Britten

15.01.03, 20.00 Uhr

Birgit Althans

Über The Bostoniens (dt. Die Damen aus Boston)
Zur Bedeutung der weiblichen Stimme

Was ist psychoanalytische Forschung?

Claus-Dieter Rath

In Vorträgen und Werkstattgespächen sollen Fragen nach dem Objekt und nach den Mitteln psychoanalytischer Forschung erörtert werden. Was treibt sie an und worauf zielt sie ab? Auf welche Widerstände stößt sie? In welche Schwierigkeiten gerät sie? Was wird aus ihr in den verschiedenen Institutionen?
Einzelne Themen sind:
- Die Entstehung der psychoanalytischen Forschung und Freuds Begehren zu analysieren
- Lesarten des Freudschen Junktims von Heilen und Forschen sowie der Differenz zwischen der Therapie und der Psychoanalyse als Wissenschaft.
- Wird in der psychoanalytischen Kur etwas erforscht? Von wem?
- Beziehungen zwischen der Psychoanalyse und ihren Nachbarwissenschaften
- Die Leidenschaft des Nicht-Wissen-Wollens und die Liebe zum Wissen des Analytikers

Termin, Ort und Kosten der Veranstaltung sind ab Anfang Oktober 2002 beim Geschäftsführer Herrn Thomann unter (030) 721 37 49 zu erfragen.


2001|2002


Jacques Lacans Beitrag zur Psychoanalyse

Eine Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem Colloquium Psychoanalyse e.V.
Zeit: Montags von 20.00 bis 21.30 Uhr
Ort: FU Berlin, Habelschwerdter Allee 45, Berlin-Dahlem,
Raum J 27/14 (Erdgeschoss, J-Gang, Straße 27).


13.05.2002, 20.00 Uhr

Claus-Dieter Rath(Berlin)

Im Sommer 1963 entzieht die Internationale Psychoanalytische Vereinigung Jacques Lacan die Lehrerlaubnis – was war das Unvereinbare?

 


27.05.2002, 20.00 Uhr

Jutta Prasse(Berlin)

Lacan liest Freuds Traumdeutungen

 


03.06.2002, 20.00 Uhr

Erik Thomann (Berlin)

Was beansprucht eine Lacansche Psychoanalyse?

 


10.06.2002, 20.00 Uhr

Bernhard Schwaiger (Neustrelitz)

Sprache in der Institution (am Beispiel eines Gefängnisses)

 


17.06.2002, 20.00 Uhr

Fabiana Graieb und Gabriel Pedreira (Berlin)

Lacans Bedeutung für die Psychoanalyse in Argentinien

 


24.06.2002, 20.00 Uhr

Cornelius Tauber (Berlin)

Übertrag und Übertragung

 


01.07.2002, 20.00 Uhr

Miriam Anne Geoffroy (Berlin)

Von Lacan zum Konzept der gespaltenen Institution der École Expérimental de Bonneuil-sur-Marne Maud Mannoni

Psychoanalytische Lektüren


Bekanntlich steht der Psychoanalyse nur ein Medium zu Gebote: das Sprechen der Analysanden." Sie ist, wie Breuers berühmt gewordene Patientin Anna O. es einst so trefflich formulierte, eine "talking cure". Folglich muss im Zentrum psychoanalytischer Theoriebildung die Auseinandersetzung mit der Sprache und den Wirkungen des Sprechens stehen. Am Beispiel unterschiedlicher Textgattungen, deren Spektrum vom Roman bis zum dokumentarischen Bericht reicht, unternehmen Mitglieder der Freud-Lacan-Gesellschaft und deren Gäste den Versuch, Bildungen des Unbewussten zu entziffern, wie sie und in Träumen, Fehlleistungen, im Witz und in Symptomen begegnen. Eine psychoanalytische Lesart von Texten wird ihr Interesse nicht auf die vom Autor beabsichtigte Botschaft beschränken, sondern sich dem Überschuss an Sinn zuwenden, der unbemerkt in den Text eingegangen ist und jenen "anderen Schauplatz", das Unbewusste, ins Spiel bringt.

Veranstaltungsort: Literaturhaus Berlin
Fasanenstraße 23, 10719 Berlin
Eintritt: 8 DM, ermäßigt 4 DM

 


Psychoanalytische Lektüren V


 

20.06.2001, 20.00 Uhr

Hysterische Triangulierungen. Ein Versuch an Elektra.

Nadja Bentz

Hofmannsthals Elektra galt als eine Hysterikerin par excellence - 'pfauchend, heulend und rasend' - so ganz nach dem Geschmack der morbid-erotisierten Vorstellungswelt des ausgeklungenen 19. Jahrhunderts. Zeitgenössische Kritiker verstanden sie - nicht selten im Kontext der Freudschen Psychoanalyse - als Tochter, deren 'Glut ungelöscht verkohlt', die mit dem Tod ihrer Mutter und Rivalin Klytaimnestra in einem Konversions-Brunstschrei kollabiert und in einem orgiastisch-ekstatischen Todestaumel dem Vater Agamemnon entgegentanzt. Von der Hartnäckigkeit des Ödipuskomplexes abgesehen, hat sich die Sicht auf Subjekt, Familie und psychische Entwicklung im Verlauf der letzten hundert Jahre jedoch kontinuierlich verfeinert. Entlang der Schnittstelle Inzest-Inzestphantasie-Hysterie wird eine entsprechend neue Lesart der 'Elektra' vorgestellt.


24.01.2001

Aus Leichen Lust machen. Ein Leben in Erwartung des nächsten Bandes.

Irina Rajewski, Bettina Schuseil, Antke Tammen, Odila Triebel

Dieser Abend ist der Lust an der Serie gewidmet. Den Phänomenen von Wiederholung und Variation, dem Sog, von Band zu Band Zeit zu verschwenden. Gerade Frauen, so scheint es, wenden sich dem Kriminalroman zu, dem organisierten Verbrechen wird ein organisiertes Lesen vorangestellt. Längst haben sich Kollektive gebildet, die das Objekt des Begierde von Hand zu Hand wandern lassen. Dabei geht es nicht um den Besitz des Buches. Lesereihenfolgen müssen ausgeklügelt werden, und das Buch wird schonungslos durch Jackentaschen und Badewannen gezerrt.
Anhand der Krimiserie von Henning Mankell, Elisabeth George, Donna Leon, Patricia Cornwell, Faye Kellermann, Andrea Camilleri und Alexandra Marinina werden wir fragen, woran sich die wiederholte Lust am ritualisierten Gesetzesbruch knüpft.


13.12.2000

Oxford Tales

Birgit Althans

Birgit Althans zeigt bei ihrer Lektüre von Amanda Cross, Elisabeth George und Deborah Crombie, wie zeitgenössische Krimi-Autorinnen den Plot von Dorothy Sayers' "Gaudy Night"weitererzählen. Auch bei ihnen sind die (klösterlichen) "Paradiese"der Universitäten von Oxbridge, wo "Ströme des Wissens fließen", der ideale Ort. Hier inszenieren sie das Ringen von Frauen um das richtige Leben "als mörderischen Konflikt". Amanda Cross'redselige New Yorker Literaturprofessorin Kate Fansler spürt neben zerstörerischem Begehren goldene Kindheitssommer in Oxford auf; Elisabeth Georges Inspektor Lynley wird im Novembernebel mit den mörderischen Konsequenzen falscher Lebensentwürfe konfrontiert, und bei Deborah Crombie führen die Mordermittlungen wieder zu den "gaudy nights"der Dichter und Denker Anfang des Jahrhunderts zurück.


22.11.2000

 

Dorothy Sayers‘ "Gaudy Night" (Aufruhr in Oxford)

Jutta Prasse

In einem Frauencollege in Oxford ist der Teufel los, Studentinnen und Lehrkörper werden von unflätigen anonymen Briefen und immer ernster und bedrohlicher werdenden dummen Streichen belästigt. Um einen Skandal zu vermeiden, wird die ehemalige Studentin und inzwischen berühmte Kriminalautorin Harriet Vane gerufen, um verdeckte Ermittlungen anzustellen. Die Störungen in dieser akademischen weiblichen Idylle konfrontieren sie mit ihrem eigenen inneren Konflikt, der Anziehung und Abstoßung durch das Begehren eines Mannes.
Ein Roman um Liebe und Frauenemanzipation aus den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts.


 

Psychoanalytische Lektüren III


22.03.2000

Kleine Figuren lesen

Marianne Schuller

Kafkas Literatur wie Benjamins Schriften sind von 'kleinen Figuren' bevölkert. Hierzu gehören Odradek oder Josefine die Sängerin, hierzu gehört das bucklichte Männlein wie sein Bruder, der Zwerg. Wie sind diese kleinen Figuren oder Figuren des Kleinen zu lesen? Die Frage gewinnt an Kontur, wenn man bedenkt, dass nicht nur die Literatur, die Kunst, die Musik und die Philosophie der Moderne, sondern auch die Technik unverkennbar durch einen Zug ins Kleine ausgezeichnet ist. Diesem Zug ins Kleine als Signatur der Moderne spürt der Vortrag nach.


16.02.2000

 

Thomas Hardy: Jude the Obscure

Norbert Haas

Einer der ergreifendsten Romane über die Extreme des Begehrens, die ich je gelesen habe. Wäre dieses Buch ein moralphilosophischer Traktat, was es entschieden nicht ist, könnte es "Von der Lasterhaftigkeit des reinen Herzens" heißen. In ihm ist die Dekonstruktion aller Moralphilosophie enthalten, sei es die einer Moral der Vernunft (wie die Kants) oder einer Moral des Genusses (wie die de Sades), vorgeführt an den Personen der Handlung, die alle ihr Geheimnis preisgeben und es dennoch auf besondere Weise bewahren.


19.01.2000

Denis de Rougemont: Die Liebe und das Abendland

Claus von Bormann

"Die Liebe und das Abendland", dieser Titel des Buches von Denis de Rougement, das zuerst 1939 in Paris erschienen ist, ist Programm. Der Autor will darin zeigen, dass die Liebe, wie nur unsere Kultur sie kennt, eine unglückliche, aber berauschende Leidenschaft ist, die in einem prinzipiellen Gegensatz zur Ehe steht, welche wir aber trotzdem ebenso wollen. Den Ursprung dieser paradoxen Liebe sieht er im mittelalterlichen Tristanmythos, der den Ehebruch als die erfüllende Liebe feiert, untersucht ihre Weiterwirkung in der Literatur vom Mittelalter bis zur Romantik und diskutiert schließlich die Krise der Ehe im 20. Jahrhundert. – Thesen, über die sich wohl streiten läßt!