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„Sind die [unbewussten Motive] hysterisch, so haben sie sicherlich mit dem Thema nichts zu tun, sondern halten sich nur ans Schlagwort.“ S. Freud, Briefe an Fließ (Nr. 153), 4. Januar 1898
Seit ihren Anfängen ist die Psychoanalyse mit Übersetzung verbunden. Bei einer Übersetzung wird oft der Anspruch erhoben, zwischen Zielsprachen zu übersetzen, doch aus psychoanalytischer Sicht erfolgt die Übersetzung nicht von einer Sprache in eine andere Sprache, sondern von einem aus Signifikanten bestehenden Text in eine Sprache, die für das Subjekt eine des Anderen ist. Ausgangspunkt des Symposiums bilden die Fragen, die sich – aus theoretischer wie auch praktischer Sicht – aus dieser Verflechtung von Diskursen ergeben: Wie kann man das Übersetzen im Raum des Anderen positionieren? Welche politischen Konsequenzen hat diese Positionierung? Wie ist es möglich zu übersetzen in dem Wissen, dass eine Sprache ein Apparat des Genießens ist und ihre Signifikanten daher in jedem Subjekt auf einzigartige Weise nachhallen, eine Übersetzung des Genießens des Anderen also nicht möglich ist? Und was wäre eine adäquate Position gegenüber dieser Unübersetzbarkeit?