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Arbeitsgruppen und Seminare 2012

Öffentliches Seminar: Was in der psychoanalytischen Kur wirkt.

Leitung: Claus-Dieter Rath, Berlin
Veranstalter: FLG – Freud-Lacan-Gesellschaft, Berlin / AFP – Assoziation für die Freudsche Psychoanalyse


Am Samstag, 12. Mai 2012, treffen wir uns wieder 17h-19h.
 
Wir diskutieren über das Thema Prüfung, Urteil, Entscheidung, Wahl - welchen Stellenwert haben sie in der Freudschen Konzeption der Kur?
Basislektüre:
Sigmund Freud: 19. Vorlesung „Widerstand und Verdrängung“,
Sigmund Freud: Die Verneinung,
Jean Hyppolite: Gesprochener Kommentar über die "Verneinung" von Freud, (in: s.u.)
Jacques Lacan: Antwort auf den Kommentar von Jean Hyppolite; in: Lacan Schriften III, S. 191-200, 201-219. Vgl. a. die Mitschrift in: Lacan, Seminar I, S. 70-82, 10. Februar 1954.
(Französisches Original: Jean Hyppolite sur la Verneinung de Freud; Lacan: Réponse au commentaire de Jean Hyppolite, Seminar vom 10. 2. 1954. In: Écrits, Paris: Seuil 1966, S. 369-380 u. 381-399; auch im Internet zu finden. Vgl. Le seminaire I, p. 63-73, 10 février 1954)

 

Grundfrage dieses Seminars ist, wie es kommt, dass eine Psychoanalyse zu Veränderungen in der Libidoökonomie, der Stellung zum Anderen u.a. führt, und worin konkret das Wirken und die Wirkung einer Psychoanalyse besteht.


Der Schwerpunkt im Jahr 2012 lautet "Nach neuerlicher Prüfung".

Diese neuerliche Prüfung, die Freud in anderen Texten Urteil, Kritik, Korrektur oder auch Revision nennt, bezeichnet einen Dreh- und Angelpunkt der Kur. Ziel der Kur sei "die Aufdeckung der Verdrängungen und deren Ablösung durch Urteilsleistungen" (Selbstdarstellung 1925, GW 14, S. 56).

Erwartet wird von den Teilnehmern aktive Mitarbeit ausgehend von eigenen Arbeitserfahrungen und durch Vorstellung interessanter, weiterführender Literatur.

Weiterer Termin vor den Sommerferien:
 
23. u. 24. Juni:
Samstag 23. Juni (17h-ca.19.30h) Treffen mit Françoise Samson und Jean-Guy Godin (Paris).
U.a. diskutieren wir am Beispiel des Films "Innere Unruhen / Nos inquiétudes - Témoigner de la psychanalyse" (Regie: Judith Du Pasquier, ARTE, 2003, mit dt. Untertiteln), wie unterschiedlich das ist, was Analysant und was Analytiker über eine Kur sagen können. Diese Frage nach dem Sagbaren dessen, was in einer Analyse wirkt, erstreckt sich auch auf die Kontrollanalyse auf die Lacansche "passe" und natürlich auf die entsprechende klinische Theoriebildung.
ARTE schrieb zur Ausstrahlung 2003: "Eine Psychoanalyse lässt sich eigentlich nicht erzählen. Sechs Menschen wagen es dennoch. Sechs Stimmen, sechs Gesichter unterschiedlichen Alters sprechen zum Zuschauer. Bruchstücke ihres Lebens ziehen vorbei und werden neu zusammengesetzt."
Sonntag, 24. Juni (11.00 - ca. 14h)
 - Bernd Heimerl erörtert Problematiken der Urverdrängung anhand von Freuds Darstellung des Wolfsmann-Falles.
 - Bernhard Schwaiger über den Subjektbegriff bei Lacan: Zum Ort der Urteilsannahme und -verwerfung. (Ausgangspunkt ist die Ichfunktion in Lacans Theorie des Spiegelstadiums)
 - Arndt Himmelreich zu Hannah Arendt: Über das Urteilen.
Bezugstexte:
Hannah Arendt: Das Urteilen. Texte zu Kants politischer Philosophie. Hg. (mit einem Essay) von Ronald Beiner, München 1985 (posthum zusammengestellte Materialien aus dem Jahr 1970) (Piper)
Hannah Arendt: Eichmann in Jersualem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen. [Dt. 1964], Neuausgabe m. e. einleit. Essay von Hans Mommsen. München 1986
Hannah Arendt/ Hans Magnus Enzensberger: Politik und Verbrechen: Ein Briefwechsel. In: Merkur 19 (1965) 380-385
 
Hier die weiteren Seminartermine für die Zeit nach den Sommerferien 2012:
 
1. September: Jan Donker spricht über seine Lektüre des Buches von Bruce Fink Das lacansche Subjekt. Zwischen Sprache und Jouissance (Turia+Kant, 2. Aufl. 2011), in einem Zusammenhang mit der Halluzination des Wolfsmanns.
Beitrag von Georgette Schosseler-Prum zur Frage "Wie und mit welchen Implikationen wird das Freudsche Ich zum Lacanschen sujet?", anhand von Texten von Frédérique F. Berger und Frédéric Declercq.
 
(29. September: Öffentliches Arbeitstreffen mit der Reaktion der psa. Zeitschrift ESSAIM (www.essaim.net) zum Thema "Stimme, Echo und lalangue in der Lacanschen Psychoanalyse"; Vorträge von Johanna Bossinade, Erik Porge, Dominique Simonney und Diskussion)
 
20. Oktober
24. November
8. Dezember 

Ich bitte weitere Beiträge bei mir anzumelden.

Leitung: Claus-Dieter Rath, Berlin
Veranstalter: FLG – Freud-Lacan-Gesellschaft, Berlin /
AFP – Assoziation für die Freudsche Psychoanalyse

Termine: Das Seminar findet etwa alle vier Wochen statt, jeweils samstags 17-19h.
Ort: Psychoanalytische Bibliothek Berlin - Ort für Forschung und Praxis nach Freud und Lacan e. V.
Hardenbergstr. 9, 10623 Berlin (Hinterhaus, Erdgeschoss).
U2 Ernst-Reuter-Platz - S Savignyplatz - S, U2, U9 Zoologischer Garten (www.psybi-berlin.de)
In Google Maps anzeigen

Kosten: frei für Mitglieder,  für Nichtmitglieder  25 € / Veranstaltungsjahr
Um Voranmeldung wird gebeten

Kontakt: Claus-Dieter Rath, Niebuhrstr. 77, 10629 Berlin, Tel. 030 8819194
Seminar-Handy mit Mailbox: 0160 6583340, E-Mail: RathCD@aol.com

 


 

Öffentliches Seminar: Ein Dialog zwischen Melanie Klein und Jacques Lacan

Leitung: Ilsabe Witte und Robin Cackett

An Hand des Buches „The Klein-Lacan Dialoge“ möchten wir uns mit grundlegenden psychoanalytischen Begriffen wie dem Unbewussten, der Deutung, der Phantasie/dem Phantasma, der Gegenübertragung beschäftigen. Durch die Gegenüberstellung und wechselseitige Befragung/In-Fragestellung kleinianischer bzw. lacanianischer Theoretisierungen möchten wir schärfer herausarbeiten, warum wir „mit Lacan“ arbeiten.

Literatur:
The Klein-Lacan Dialogue, hg. Bernard Burgoyne, Mary Sullivan, Rebus Press, London 1997
Franz.: Le Dialogue Klein-Lacan. In Press, Paris 2001.
Span.: Los Dialogos sobre Klein-Lacan. Ediciones Paidós Iberica, Barcelona 2000.
Zu bestellen antiquarisch über die einschlägigen Internetportale (www.abebooks.de, www.booklooker.de etc.).

Termine: einmal im Monat
Beginn: Februar/März 2012
Ort: Psychoanalytische Bibliothek Berlin - Ort für Forschung und Praxis nach Freud und Lacan e. V.
Hardenbergstr. 9, 10623 Berlin (Hinterhaus, Erdgeschoss).
U2 Ernst-Reuter-Platz - S Savignyplatz - S, U2, U9 Zoologischer Garten (www.psybi-berlin.de)
In Google Maps anzeigen
Kosten: keine

Anmeldung bei  Robin Cackett, robin.cackett@web.de,  Tel. 030 53647164 oder
Ilsabe Witte, witte-wintterlin@t-online.de, Tel. 030 7829359

 

 


 

Öffentliche Veranstaltung:  Sprechen über und mit Begriffen der Psychoanalyse

Initiatorin:  Georgette Schosseler-Prum

Dieses Jahr lesen wir das Seminar XI von Jacques Lacan
„Les quatre concepts fondamentaux de la psychanalyse“
„Die vier Grundbegriffe der Psychoanalyse“
(l’inconscient, la répétition, le transfert, la pulsion)
(das Unbewusste, die Wiederholung, die Übertragung, die Triebe)
Das Seminar aus dem Jahre 1964 ist das erste Seminar, das Jacques Lacan vor einem gemischten Publikum gesprochen hat (Studenten, Intellektuelle, Künstler, Schriftsteller, Psychoanalytiker, ...).

Termine: am ersten Dienstag jeden Monats von 19 bis 21 Uhr
Ort: Psychoanalytische Bibliothek Berlin - Ort für Forschung und Praxis nach Freud und Lacan e. V.
Hardenbergstr. 9, 10623 Berlin (Hinterhaus, Erdgeschoss).
U2 Ernst-Reuter-Platz - S Savignyplatz - S, U2, U9 Zoologischer Garten (www.psybi-berlin.de)
In Google Maps anzeigen
 
Anmeldung: Georgette Schosseler-Prum, Tel. +49 162 1008899, georgette.schosseler@googlemail.com 

 

 


 

Arbeitsgruppe: Zick-Zack-Lektüre zwischen  Freud und  Lacan

Initiatorinnen: Christiane Buhmann, Ilsabe Witte

Aktuelle Lektüre: Sigmund Freud (1937): Die endliche und unendliche Analyse

Termine / Ort: Die Treffen finden etwa alle drei Wochen abwechselnd bei einzelnen Teilnehmern statt.
Kosten: frei für Mitglieder,  25.- €  für Nichtmitglieder / Veranstaltungsjahr

Neue Teilnehmer sind willkommen.
Kontakt: Christiane Buhmann, Tel. 030 2135263; Ilsabe Witte, Tel. 030 7849781

 


 

Arbeitsgruppe: Ökonomie und Psychoanalyse

InitiatorInnen: Hannelore May, Bernhard Schwaiger, Cornelius Tauber

Die Arbeit wird im neuen Jahr fortgesetzt. Im Zentrum der Arbeit steht Lacans Konstruktion des kapitalistischen Diskurses. Nach einer ersten Annäherung über den Begriff "Fetischismus" bei Marx und Freud wenden wir uns der Frage der Bedeutung der Ökonomie in der psychoanalytischen Arbeit zu. Wir beginnen mit der Lektüre Aus der Geschichte einer infantilen Neurose (Der Wolfsmann).

Termine: 1 x im Monat Samstags,  jeweils 15 bis 18 Uhr
Ort: Architekturbüro Liebscher-Tauber und Tauber, Anklamer Straße 12, 10115 Berlin-Mitte.

Kosten: frei für Mitglieder,  für Nichtmitglieder  25 € / Veranstaltungsjahr
Neue Teilnehmer sind willkommen; um Voranmeldung wird gebeten

Kontakt: Cornelius Tauber, Tel. 030 41714491; Hannelore May, Tel. 030 8520670

 


 

Arbeitsgruppe Übersetzungen

InitiatorInnen: Robin Cackett, Bernhard Schwaiger, Sandrine Aumercier, Margarete Weidner und Georgette Schosseler-Prum

Die Gruppe übersetzt einzelne Texte, die in Seminaren der FLG besprochen, bearbeitet, gelesen werden.

Kosten: frei für Mitglieder
Die Arbeitsgruppe ist nur für Mitglieder der FLG bestimmt.

Kontakt: Georgette Schosseler-Prum, Tel: +49 162 1008899, E-Mail: georgette.schosseler@googlemail.com

 

 


 

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